Cutting oder Vinyl Folie? So gelingt dir dein DIY Schablonen Siebdruck
Welche Folie für deinen Schablonensiebdruck?
Du willst mit dem Siebdruck zu Hause starten und fragst dich, welche Folie am besten zu deinem DIY Projekt passt? In diesem Blogbeitrag findest du alles, was du über Cuttingfolie, Vinylfolie und weitere Möglichkeiten wissen musst. Perfekt für Einsteiger:innen und alle, die nachhaltig, kreativ und unkompliziert Siebdrucken wollen. Egal ob du lieber mit dem Cutter oder mit dem Plotter arbeitest, hier findest du eine Übersicht.

Inhaltsübersicht
- Was ist die Siebdruck Schablonen Technik?
- Cuttingfolie, Vinylfolien und Alternativen im Vergleich
- Kopierpapier und DIY Materialien
- Siebdruck für Einsteiger:innen
- Cutouts, Ausschnitte und Folienreste
- So verwendest du deine Folien richtig
- Nachhaltiger Siebdruck zu Hause
- Mehrfarbig drucken leicht gemacht
- Fazit
1. Was ist die Siebdruck Schablonen Technik?
Ein Siebdruckrahmen besteht aus einem feinmaschigen Gewebe. Wenn du damit druckst, wird Farbe mit einer Rakel gleichmäßig durch das Gewebe gedrückt. Überall dort, wo das Sieb offen ist, gelangt die Farbe auf den Stoff.
Um dein Wunschmotiv drucken zu können, brauchst du eine Schablone, die die Farbe nur an den gewünschten Stellen durchlässt. In der klassischen Siebdrucktechnik wird das Sieb dafür mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet und belichtet. Diese Methode ist professionell, aber auch aufwendig, zeitintensiv und materialgebunden. Für den DIY Bereich, also für zu Hause, für kleinere Projekte, Upcycling Ideen oder das Arbeiten mit Kindern, gibt es eine einfachere Lösung, die ich seit Jahren liebe und nutze: die Schablonentechnik oder auch Stencil Technik genannt.
Du brauchst dafür kein Belichtungsgerät, keine Chemikalien und keine stundenlange Vorbereitung. Stattdessen schneidest du dein Motiv aus einer Folie aus, entweder per Hand mit einem Cutter oder mit einem Plotter, und befestigst diese dann unter dein Sieb. Die ausgeschnittenen Bereiche bleiben offen und genau dort drückst du später die Farbe durch.

2. Cuttingfolie, Vinylfolien und Alternativen im Vergleich
Cuttingfolie
Cuttingfolie ist besonders beliebt im DIY Siebdruck, auch weil sie sich so vielseitig einsetzen lässt. Sie ist halbtransparent, wodurch du dein Motiv leicht abpausen kannst. Ich habe für Akkolade Studio lange getestet, bis ich die perfekte Cuttingfolie gefunden habe. Sie ist formstabil, sehr dünn, langlebig, wasserunempfindlich und ohne Beschichtung.
Du kannst sie mehrfach verwenden, mit einem Cutter oder Plotter schneiden und ganz nach deinem Können einsetzen. Viele arbeiten mit dem Cutter, weil sich Motive damit sehr direkt abpausen und schneiden lassen. Mit dem Plotter funktioniert es aber ebenfalls. Je mehr du übst, desto feiner werden deine Schnitte. Auch für Einsteigerinnen und Kinder ist Cuttingfolie ideal, besonders wenn du Motive mehrfach drucken willst.
Transparente Vinylfolie
Transparente Vinylfolie ist eine sehr praktische Ergänzung zur Cuttingfolie. Sie ist leicht transparent, leicht haftend und repositionierbar. Dadurch kannst du dein Motiv gut platzieren, wieder abziehen und neu hinlegen, ohne dass Rückstände bleiben. Du kannst sie sogar auf Papier oder auf einen Bildschirm legen, um Motive abzupausen.
Besonders hilfreich ist sie bei kleinen Details oder einzelnen Cutouts, weil nichts so leicht verrutscht. Auch auf dem Sieb ist das ein Vorteil, vor allem wenn du mehrfarbig druckst und noch ein wenig sehen möchtest, wo frühere Druckränder oder Farbflächen liegen. Sie ist nicht so dicht wie eine weiße Folie, deshalb kannst du besser hindurchschauen. Nach dem Druck kannst du sie vorsichtig ablösen, auswaschen, wieder auf das Trägerpapier kleben und erneut verwenden.
Weiße Vinylfolie
Weiße Vinylfolie ist ideal für feine Linien und viele kleine Details. Sie ist sehr dünn, klebt ebenfalls leicht und lässt sich auch wieder ablösen. Dazu brauchst du eine Übertragungsfolie, um die geschnittenen Teile an die richtige Stelle zu bringen. Sie wird meistens mit dem Plotter geschnitten und eignet sich besonders für präzise Motive.
Im Unterschied zur transparenten Vinylfolie kannst du durch diese Folie nicht hindurchsehen. Zum Abpausen auf Papier ist sie deshalb weniger praktisch. Dafür ist sie beim Plotten sehr angenehm, weil sie so hauchdünn ist und sich für saubere, genaue Motive gut einsetzen lässt.
3. Kopierpapier und DIY Materialien
Wenn dir deine Folien ausgegangen sind oder du spontan drucken willst, ist Kopierpapier eine tolle Alternative, besonders mit Kindern oder für schnelle Ideen. Einfach ein dünnes Blatt Papier nehmen, Motiv aufzeichnen, ausschneiden, auf das Sieb legen und mit Tape fixieren. Damit kannst du etwa drei bis fünf Drucke machen. Backpapier und Freezer Paper funktionieren auch sehr gut.
4. Siebdruck für Einsteiger:innen
In meinen Starter Sets findest du alles, was du brauchst: Cuttingfolien, eine Vinylfolie, ein DIN A4 Blatt mit einfachen Motiven und natürlich dein Sieb. Du brauchst keinen Plotter. Ein Cutter, eine Schneidematte und eine Idee reichen völlig aus. Schablonendruck funktioniert überall.
5. Cutouts, Ausschnitte und Folienreste
Cutouts sind die Teile, die beim Ausschneiden übrig bleiben. Manchmal brauchst du sie wieder. Markiere sie mit einem Stift, damit du weißt, wo sie hingehören. Auf meinem YouTube Kanal Akkolade Studio findest du ein Video dazu. Größere Cutouts kannst du für neue kleinere Motive wieder verwenden. Sammle sie, sei kreativ, nutze alles.
Achtung: Die Cutouts sind transparent und können leicht verloren gehen. ;)
6. So verwendest du deine Folien richtig
Cuttingfolie
Cuttingfolie kommt unter das Sieb und wird mit Tape direkt am Rahmen fixiert. Wichtig: Nicht spiegeln. Lege kleine Teile zuerst auf den Stoff und positioniere alles genau. Beim ersten Druck bleibt die Cuttingfolie durch die Farbe am Sieb haften und kann dann einfach weiter verwendet werden. Alle kleinen Teile vor dem Auswaschen entfernen, damit sie nicht im Waschbecken verloren gehen.
Transparente Vinylfolie
Transparente Vinylfolie kannst du per Hand schneiden oder plotten. Sie haftet leicht, lässt sich gut positionieren und bei Bedarf wieder ablösen. Gerade bei kleinen Cutouts oder bei Motiven, die genau sitzen sollen, ist das sehr praktisch. Weil sie transparent ist, kannst du auf dem Sieb besser sehen, was darunter liegt oder wo sich frühere Druckbereiche befinden.
Du kannst sie nach dem Druck vorsichtig abziehen, auswaschen und wieder auf das Trägerpapier setzen. So lässt sie sich für weitere Motive oder kleine Formen oft noch einmal verwenden.
Weiße Vinylfolie
Motiv, vor allem Schriften, spiegeln, mit Übertragungsfolie auf das Sieb bringen, andrücken, drucken. Danach vorsichtig ablösen und das Sieb auswaschen. Auch diese Folie klebt leicht und lässt sich wieder entfernen. Weil sie aber nicht transparent ist, eignet sie sich weniger zum Abpausen und eher für Motive, die direkt mit dem Plotter vorbereitet werden.
Kombinieren erlaubt: Große Flächen mit Cuttingfolie, kleine Details mit transparenter oder weißer Vinylfolie. Wie es dir am leichtesten fällt.
7. Nachhaltiger Siebdruck zu Hause
Papier ist biologisch abbaubar und damit besonders nachhaltig. Cuttingfolie ist nur nachhaltig, wenn du sie mehrfach verwendest oder dein Motiv mehrmals druckst. Die transparente Vinylfolie kann besonders dann sinnvoll sein, wenn du sie mehrfach nutzt, wieder ablöst und erneut aufbewahrst. Die weiße Vinylfolie ist sehr praktisch für präzise Plottermotive. Am nachhaltigsten ist es, wenn du deine Drucke gerne und lange trägst, nicht zu perfektionistisch bist und dir Zeit für gute Vorbereitung nimmst.
8. Mehrfarbig drucken leicht gemacht
Wenn du mehrfarbig drucken möchtest, hat es sich für mich bewährt, für jede Farbe eine eigene Folie zu verwenden. So kannst du ganz in Ruhe drucken, musst nichts abkleben und vermeidest, dass sich Farben auf dem Sieb vermischen oder eine eintrocknet.
Besonders bei mehreren Drucken hintereinander oder bei komplexeren Motiven zahlt sich das aus. Wichtig ist: Die erste Farbe muss auf dem Stoff komplett trocken sein, bevor du die nächste darüber druckst, sonst kann sie verlaufen.
Du kannst aber auch mehrere Motive auf einer Folie kombinieren, wenn du genug Abstand lässt, um mit der Rakel gut vorbeizukommen. Nicht genutzte Bereiche solltest du sorgfältig abkleben, damit keine Farbe durchdruckt. Auch bereits benutzte Motive kannst du nach dem Druck wieder abkleben, um dein Sieb sauber zu halten. Wenn sich Farben vermischen oder der Platz knapp wird, hilft es, das Sieb auszuwaschen, die Folie zu trocknen und neu aufzukleben. Zwei Farben auf einer Folie funktionieren gut, wenn du schnell arbeitest und der Abstand groß genug ist, aber bei allem, was darüber hinausgeht, ist eine Folie pro Farbe einfach entspannter.
9. Fazit
Welche Folie für deinen Schablonensiebdruck am besten passt, hängt davon ab, wie du arbeiten möchtest. Cuttingfolie ist vielseitig, mehrfach nutzbar und ideal für Einsteiger:innen. Transparente Vinylfolie ist besonders praktisch, wenn du kleine Details genau platzieren, hindurchschauen und Folien mehrfach verwenden möchtest. Weiße Vinylfolie ist sehr präzise und vor allem für Plottermotive eine starke Lösung. Papier und andere DIY Materialien sind eine praktische Alternative für spontane Druckideen. So findest du Schritt für Schritt den Weg, der zu dir, deinem Motiv und deinem Projekt passt.
Hinterlasse gerne einen Kommentar